Coronavirus (COVID-19) - Empfehlungen und Orientierungshilfen für die Organisation Ihrer Termine und Praxis

Ilias Tsimpoulis
Geschäftsführer von Doctolib Deutschland

Seit dem Ausbruch der COVID-19-Pandemie teilen wir hier eine Übersicht der aktuellen Empfehlungen mit Ihnen. Diese basiert auf den offiziellen Empfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums, des Robert-Koch-Instituts, der Kassenärztliche Vereinigungen und der Ärzteverbände und sollen Ihnen zu folgenden Fragen Orientierungshilfen bieten:

  • Wie verwalte ich meine Termine?
  • Wie kann ich meine Patienten bestmöglich informieren?
  • Wie kann ich meine Mitarbeiter und mich selbst schützen?
  • Habe ich Anspruch auf Entschädigungen?

Mit den politisch angekündigten Lockerungen der Ausgangsbeschränkungen gelten neue Rahmenbedingungen und Patienten ziehen den Besuch von Arztpraxen wieder stärker in Betracht und die Online-Buchungen nehmen wieder zu. Denken Sie daher für die Wiederaufnahme Ihres Praxisalltags an die Aktualisierung Ihrer Einstellungen im Doctolib-Kalender.


Anpassung in der Organisation Ihrer Termine:

  • Passen Sie Ihren Doctolib-Kalender an, um Sprechstunden für Patienten mit Anzeichen einer akuten respiratorischen Erkrankung von anderen Patienten - insb. Risikopatienten - zeitlich zu trennen. 1
  • Nutzen Sie die Möglichkeit der Videosprechstunde für neue sowie bereits geplante Termine 2 (z.B. für Schmerztherapeutische Beratung, zur Heil- und Kostenplan Besprechung). Eine genaue Beschreibung der Vorgaben und Abrechnungsmöglichkeiten für gesetzlich bzw. privat versicherte Patienten finden Sie in unserem Videosprechstunde FAQ.
  • Aufgrund der COVID-19-Pandemie können im Einzelfall diagnostische Einschätzungen und die Einleitung von Psychotherapien per Video vorgenommen werden. 2 Mehr zum Thema finden Sie auf der Seite der KBV.
  • Nutzen Sie ebenfalls die Option des Postversandes für Arzneimittelrezepte, andere Verordnungen und Überweisungen. Die Portokosten werden Ärzten bis zum 30. Juni 2020 erstattet (GOP 40122) - Voraussetzung ist, dass der Patient bei dem Arzt in Behandlung ist. 2
  • Richten Sie wenn möglich auch eine räumliche Trennungen in Ihrer Praxis ein1 und erhöhen Sie die Hygiene Maßnahmen in Ihrer Praxis (Lüften und desinfizieren Sie mehrmals täglich die Aufenthaltsräume und entfernen Sie nicht notwendige Gegenstände Ihrer Aufenthaltsräume wie Zeitschriften, Spiele, Bücher usw.).
  • Genehmigte Leistungen einer Gruppenpsychotherapie können übergangsweise bis 30. Juni in Einzelpsychotherapie umgewandelt werden, ohne dass hierfür eine gesonderte Antragstellung bei der Krankenkasse oder Begutachtung erfolgen muss. 2 Mehr zum Thema finden Sie auf der Seite der KBV.

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Teilen Sie wichtige Informationen und Hinweise mit Ihren Patienten:

  • Fügen Sie Ihrem Doctolib-Profil aktuelle Hinweise zu Öffnungszeiten und Terminbuchung hinzu.
  • Informieren Sie Ihre Patienten online, am Eingang und im Wartezimmer Ihrer Praxis zu Ihren Sicherheitsmaßnahmen (z.B. Nutzen eines separaten Eingangs, Grundhygiene-Maßnahmen). 3
  • Unsere COVID-19 Kommunikation an Patienten und Empfehlungen zu ihren Terminen finden Sie hier.

Nutzen Sie die Orientierungshilfen zum Umgang mit COVID-19 Verdachtsfällen:

  • Beim Erstkontakt mit entsprechenden Verdachtsfällen:
    - Distanzieren Sie Patienten (Unterbringung in einem separaten Bereich; Einhalten eines Abstandes von 1,5 Meter wann immer möglich). 1
    - Versorgen Sie Patienten mit einem Mund-Nasen-Schutz. 1
  • Generelle Informationen zum Ablauf und zur Prüfung von Verdachtsfällen finden Sie in der Orientierungshilfe des RKI.1

Schützen Sie Ärzte und andere Praxismitglieder:

  • Halten Sie Grundhygiene Maßnahmen ein:
    - Verwendung von Einweghandschuhen oder Handhygiene nach jedem Termin 1
    - Abstand von 1,5 Meter wann immer möglich 1
    - Hände fern vom Gesicht halten 1
    - Desinfizieren Sie mehrmals täglich Arbeitsflächen wie z.B. Schreibtisch, Telefon, Tastatur, Drucker, Kartenlesegeräte,Türgriffe
  • Bei Kontakt zu Patienten mit Erkältungssymptomen sollte das medizinische Personal mindestens einen Mund-Nasen-Schutz (MNS) tragen. Auch der Patient sollte mit einem MNS versorgt werden. Cave: Masken mit Ausatemventil sind nicht zum Drittschutz geeignet. 1
  • Auch außerhalb der direkten Versorgung von COVID-19 Patienten wird das generelle Tragen von Mund-Nasen-Schutz (MNS) durch sämtliches Personal mit direktem Kontakt zu vulnerablen Personengruppen empfohlen. Hinweise zur Verwendung von Masken finden Sie hier. 1
  • Das RKI hat Verhaltensanweisungen veröffentlicht, wenn medizinisches Personal ungeschützten Kontakt zu einem bestätigten COVID-19 Fall hatte. 1
  • Medizinisches Personal höheren Alters und mit Grunderkrankungen sollte wenn möglich in Bereichen, in denen ein geringes Infektionsrisiko vorherrscht, eingesetzt werden. 1
  • Des Weiteren gibt Doctolib Ihrem Praxispersonal die Möglichkeit das Terminmanagement von zu Hause aus durchzuführen.

Informieren Sie sich bzgl. Anspruch auf Entschädigungen:

  • Ärzte und Psychotherapeuten haben Anspruch auf Entschädigung, wenn der Praxisbetrieb aus infektionsschutzrechtlichen Gründen untersagt wird (Paragraf 56 Infektionsschutzgesetz). Betroffene Ärzte sollten sich zunächst an die zuständige Behörde wenden, um alles weitere zu erfahren.  2
  • Das Gesetz zum Ausgleich finanzieller Belastungen in Gesundheitseinrichtungen infolge von COVID-19 enthält auch einen Schutzschirm für Praxen im ambulanten Bereich. Es enthält eine Umsatzgarantie für Praxen von niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten. 2 Weitere Informationen finden Sie auf der Seite der KBV.

Für alle weiteren Fragen zu COVID-19 besuchen Sie bitte die offiziellen Webseiten des Robert-Koch-Instituts und des Bundesgesundheitsministeriums.

Quellen: 1. RKI; 2. KBV; 3. DEGAM; 4. G-BA

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