Der Wartebereich einer Arztpraxis gilt oft als Visitenkarte. Natürlich ist in der aktuellen Pandemie vieles anders und bestimmte Empfehlungen, die wir Ihnen vorstellen, können gerade nicht umgesetzt werden. Für die jetzige Situation haben wir Ihnen in unserem kurzen Ratgeber „5 Tipps für eine gute und krisensichere Praxisorganisation” Hinweise zusammengestellt, wie Sie Ihr Wartezimmer, z. B. durch PatientInnenflusssteuerung sicher gestalten können. Und auch in diesem Artikel finden Sie Tipps, wie Sie Ansteckungsgefahren in Ihrer Praxis reduzieren.

Aber mit einem positiven Blick in die Zukunft haben wir Ihnen Tipps zusammengestellt, damit Sie mit Ihrem Wartezimmer einen guten Eindruck hinterlassen können.

Das Wartezimmer als Dreh- und Angelpunkt Ihrer Praxis

In der aktuellen Corona-Situation sollten Sie bereits im Eingangsbereich auf Abstandsregeln und das Tragen von Masken hinweisen und Desinfektionsspender installieren, damit Sie sich und Ihre PatientInnen bestmöglich schützen. Nach dem Empfangstresen ist das Wartezimmer meist einer der ersten Kontaktpunkte der PatientInnen mit Ihrer Praxis. Es sollte aus diesem Grund gut erreichbar sein und sich in nächster Nähe zum Eingang und Empfang befinden. Im besten Fall befindet sich eine Toilette und die Garderobe ebenfalls im Eingangsbereich, sodass PatientInnen diese nicht erst suchen müssen. Letztere sollte auch vom Wartezimmer gut einzusehen sein, sodass PatientInnen Ihre Jacken immer im Blick haben und entspannt warten können. 

Wenn Sie einen eigenen Raum für Ihren Wartebereich nutzen können, bieten Glaswände und Glastüren, die zum Teil mit einer Sichtschutzfolie bedeckt ist, gleichzeitig Privatsphäre und die nötige Einsehbarkeit für Ihr Praxispersonal. Privatsphäre und Datenschutz müssen auch bei organisatorischen Aufteilung von Wartebereich und Empfang gewährleistet werden. Die wartenden PatientInnen dürfen keine Informationen über andere PatientInnen erfahren. Achten Sie also darauf, dass Dokumente und Computerbildschirme nicht einsehbar sind und andere PatientInnen bei Gesprächen am Telefon oder mit PatientInnen vor Ort nicht mithören können.

So fühlen sich PatientInnen im Wartezimmer wohl

Oft sind PatientInnen vor einem Arztbesuch nervös. Aus diesem Grund sollten Sie Ihren PatientInnen das Warten so angenehm wie möglich gestalten. Dabei spielen die Einrichtung und Auswahl des Mobiliars sowie Ablenkungsmöglichkeiten wie Magazine oder eine Spielecke für kleine PatientInnen eine wichtige Rolle.

Einrichtung und Gestaltung des Wartezimmers

Für eine entspannte Atmosphäre in Ihrem Wartezimmer sorgen Sie mit bequemen Sitzmöbeln, Farb- und Lichkonzepten sowie einer ansprechenden Dekoration.

Sitzmöbel im Wartezimmer

Die Sitzmöbel sind das A und O in Ihrem Wartebereich. Achten Sie darauf, dass diese aus einem hochwertigen und widerstandsfähigen Material sind, das sich leicht reinigen lässt. Wenn es Ihre Räumlichkeiten zulassen, können Sie die Stühle so anordnen, dass sie verschiedene PatientInnentypen anspricht – z. B. eine offene Sitzsituation, in der kommunikative PatientInnen miteinander sprechen können sowie einzeln stehende Stühle oder Sessel, die mehr Ruhe und Privatsphäre bieten. Aktuell sollten Sie natürlich die Sitzmöbel gemäß der Abstandsregelung positionieren.

Angenehme Atmosphäre im Wartezimmer dank Licht- und Farbkonzept

Die richtige Beleuchtung kann sich positiv auf die Stimmung Ihrer PatientInnen auswirken. Dabei ist ein Mix aus direktem und indirektem Licht die beste Wahl. Indirekte Beleuchtung wird oft als angenehmer empfunden und sollte deswegen überwiegen. Achten Sie dabei aber darauf, dass für ausreichend Licht zum Lesen gesorgt ist.

Bei der Auswahl der Farbgestaltung und Dekoration in Ihrem Wartebereich können Sie Farben aufgreifen, die sich z. B. in Ihrem Logo oder Ihrer Website zu finden sind. So verbinden Sie Ihre Online- mit Ihrer Offlinepräsenz und schaffen so eine durchgänge Außendarstellung und einen Wiedererkennungswert. Statten Sie Ihr Wartezimmer mit Dekoration wie Bildern und Pflanzen aus, diese schaffen Ablenkung und beruhigen. 

Mit besonderen Services Ablenkung schaffen

Ablenkung lässt sich nicht nur durch Dekoration oder die Anordnung Ihrer Sitzmöbel schaffen. 

Welchen Lesestoff sollten Sie im Wartezimmer anbieten?

Die Wartezeit kommt PatientInnen wesentlich kürzer vor, wenn sie etwas zu lesen haben. Eine Auswahl an ansprechenden Magazinen und unterhaltsamen Zeitschriften ist hier Gold wert. Sie können hierfür auf das Angebot eines „Lesezirkels” zurückgreifen oder die Illustrierten selbst kaufen, was Ihnen in der Auswahl und den Intervallen eine größere Freiheit lässt. Schauen Sie, was Ihre StammpatientInnen sowie Ihre Wunschzielgruppe anspricht und passen die ausgewählten Titel an deren Lesegeschmack an. 

Achten Sie auf eine hochwertige Darbietung und entsorgen Sie die Hefte, die nicht mehr aktuell und auch nicht mehr ansehnlich sind. Auch Ihre eigenen Informationsmaterialien können Sie in Ihrem Wartezimmer auslegen. Das Motto dabei: Qualität statt Quantität. Präsentieren Sie Ihre Flyer dezent und nur ausgewählte Broschüren, damit sich Ihre PatientInnen nicht davon erschlagen fühlen.Auch wenn ein Lesematerialien ein toller Service sind, können sie diese in der aktuellen Situation nicht auslegen, um die Übertragung des Virus zu verhindern.

Wartezimmer-TV und WLAN

Manchen Praxen setzen auf Fernseher im Wartezimmer. Darüber können Sie Informationen abspielen sowie ruhige Videos oder Musik. Zunehmend bieten Arztpraxen im Wartezimmer einen frei zugänglichen WLAN-Internetzugang an und schaffen so einen digitalen Mehrwert für Ihre PatientInnen. Die so die Wartezeit noch zum Schreiben von E-Mails nutzen können oder sich mit Ihrem eigenen Smartphone ablenken können.

Ist eine Kinderspielecke im Wartebereich sinnvoll?

Auch wenn Sie kein Kinderarzt sind, ist die Einrichtung einer Kinderecke im Wartezimmer sinnvoll, wenn Kinder Ihre Eltern begleiten. Ein Tisch und Stühle in passender Größe, Malbücher, viel Papier und genügend Buntstifte mit einem Spitzer sind bei Kindern werden immer gerne genutzt und sind einfach zu besorgen. Darüber bieten Kinderbücher, Spielzeugautos sowie Bausteine weitere Ablenkung.

Was für Zeitschriften gilt, betrifft auch Spielzeuge und Malmaterialen – im aktuellen Pandemiegeschehen sollten diese nicht zur Verfügung gestellt werden, sodass Sie die Ansteckungsquellen im Wartezimmer so gering wie möglich halten.

Services über das Wartezimmer hinaus

So schön ihre Wartebereich auch ist, manche PatientInnen hält es nicht auf dem Stuhl. 

Hier helfen Verzögerungs-SMS, die Sie mit Doctolib automatisch versenden können, wenn sich Ihr Praxisablauf verzögert. PatientInnen können diese Zeit nutzen, um Erledigungen zu machen und brauchen nicht unnötog in der Praxis warten. 

Services wie die Verzögerungs-SMS helfen auch in der aktuellen Situation den PatientInnenfluss in Ihrer Praxis zu steuern. So können Sie verhindern, dass sich zu viele PatientInnen im Wartezimmer befinden und Abstände eingehalten werden können. Denn in diesen besonderen Zeiten kommt es vor allem auf die Sicherheit aller an, damit sich PatientInnen bei Ihnen wohlfühlen. In unseren kostenlosen Praxistipps „5 Tipps für eine gute und krisensichere Praxisorganisation” haben wir Empfehlungen zusammengestellt, in der Corona-Krise flexibel agieren und Ihren Praxisalltag anpassen können.

Das perfekte Wartezimmer – haben Sie an alles gedacht?

Wie Sie ihren idealen Wartebereich gestalten ist natürlich immer abhängig von Ihren räumlichen Voraussetzungen. Doch einige Aspekte lassen sich in fast jeder Praxis umsetzen:

  • In der Corona-Zeit: achten Sie auf den nötigen Abstand, Hygiene, genügend Möglichkeiten für die Handdesinfektion für Ihre PatientInnen und darauf, dass diese auch eine Maske tragen
  • Achten Sie auf Diskretion und Privatsphäre beim Empfang, sodass die Daten Ihrer PatientInnen nicht eingesehen oder gehört werden können
  • Schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre durch bequeme Sitzmöglichkeiten, gutes Licht und eine abgestimmte Dekoration
  • Sorgen Sie für Ablenkung durch Lese- und Informationsmaterialien, Hintergrundmusik oder einen Fernseher

Nicht vergessen: Service kommunizieren

Der beste Service nützt jedoch nichts, wenn Ihre Patienten darüber nicht informiert sind. Stellen Sie Ihre Services deswegen prominent auf Ihrer Praxiswebsite vor. Weiterhin sollten Sie diese Services auch auf Ihr Doctolib-Profil stellen. Viele PatientInnen buchen Termine direkt über www.doctolib.de oder die App und sehen schon dort Ihre Angebote.

 

Ihr Doctolib-Team