Die erste Corona-Welle traf uns alle unvorbereitet. In vielen Arztpraxen fehlten Masken und andere Schutzausrüstung, Unsicherheiten bestimmten den Alltag – so einschneidend, dass knapp 50 % der deutschen Patientinnen und Patienten ihre Arzttermine nicht mehr wahrnahmen.1

Doch das hat sich nun geändert. Arztpraxen konnten aus den Erfahrungen des Frühjahrs lernen und Hygienekonzepte erstellen und Maßnahmen einleiten, die einen sicheren Praxisbesuch für sowohl Patientinnen und Patienten als auch das Praxispersonal gewährleisten. 

Im Rahmen der #DenkAnDich-Kampagne haben uns Ärztinnen und Ärzte geschildert, wie sie ihre Praxen reorganisiert haben, um Infektionsketten zu minimieren. Masken spielen dabei natürlich eine wichtige Rolle. So trägt die Zahnärztin Dr. Wollenweber bei allen Behandlungen FFP2 Masken und der Allgemeinmediziner Dr. Gross während der Infektsprechstunden zusätzlich zur Maske ein Visier sowie einen Ganzkörperanzug. Daneben achten die Ärztinnen und Ärzte auch besonders darauf, dass Patientinnen und Patienten einen Mund-Nasenschutz tragen. Der Gynäkologe Dr. Kasch betont, dass Besucher ohne Maske nicht in die Praxis kommen können. Plexiglasscheiben bieten in vielen Praxen einen zusätzlichen Schutz, wie auch die Handdesinfektion. Aus diesem Grund haben viele Arztpraxen weitere Desinfektionsspender angebracht, um die Patienten die Möglichkeit zu geben, sich die Hände zu desinfizieren.

Neben den räumlichen Veränderungen und den Hyginemaßnahmen, wie dem regelmäßigen Lüften, haben sich Arztpraxen auch organisatorisch an die Gegebenheiten angepasst. So können mit einem Online-Terminmanagement Patientenströme besser gesteuert werden, indem z. B. die Dauer von Behandlungen verlängert werden kann und somit verhindert wird, dass sich zu viele Personen im Wartezimmer aufhalten. Außerdem lassen sich mit einem digitalen Terminkalender Informationen schneller an Patientinnen und Patienten versenden, beispielsweise, wenn sich der Praxisablauf verzögert. 

Weitere Empfehlungen für eine gute und krisensichere Praxisorganisation finden Sie auch in unserem kurzen Ratgeber „5 Tipps für eine gute und krisensichere Praxisorganisation”. Dieser steht Ihnen hier zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Ihr Doctolib-Team

 

1https://www.zi.de/presse/presseinformationen/27-juli-2020.